Sitzung vom 8. Februar 2012

Sitzung, Teil I:

Anwesend:

Andreas Hofer, Dan Schürch, Sabine Frei, Mirjam Varadinis, Charlotte Tschumi, Philipp Meier, Irene Grillo, Stefan Wagner, die Schreibende.

Das Jahr der beiden Kuratoren Irene Grillo und Stefan Wagner neigt sich bald dem Ende zu und darum haben sie eine Dokumentation über bereits realisierte, sowie noch geplante Projekte und das dazugehörende Budget erstellt und diese präsentiert. Die Kunstkommission wollte genau wissen, welche Projekte weiter verfolgt werden und war überrascht, dass einige Projekte (zB. das mit Philip Matesic, sowie die Zusammenarbeit mit der Kunstschule F+F) zwar weiterhin aktiv sind, niemand aus der Kunstkommission aber davon wusste.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Die realisierten Interventionen wurden von der Kunstkommission sehr gut aufgenommen und speziell das Projekt von Felix Eggmann, welches tief in die Statuten der Baugenossenschaft eingreift, wird sehr gelobt. Der Kunstkommission war nicht ganz klar, warum ein Podiumsgespräch stattfand, wenn ein allfälliges Feedback keinen Eingang in den Prozess finden soll, aber dies konnten die beiden Kuratoren aufklären. Die Umfrage-Aktion “Interessieren sie sich für Kunst?” mit den Postkarten, welche an die beteiligten Baugenossenschaften versandt wurden, sollen von einem Mathematiker ausgewertet und das Resultat anschliessend vom deutschen Künstler Frank Hesse interpretiert werden. Die Umsetzung der Umfrage provozierte bei Andreas Hofer Kopfschütteln, hatte er und der Rest der Kommission doch einen höheren Rücklauf als die erzielten knapp 1,2% erwartet und Philipp Meier nannte eine mathematische Auswertung darum einen Habakuck, welcher aber durchaus auch seine Berechtigung habe.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Danach wurde das Budget besprochen, welches mit CHF 80’000 veranschlagt war. Dieses ist bis dato noch nicht ausgeschöpft weil einige Projekt wegen kurzfristiger Absage der Künstler nicht zustande kommen konnten. Allerdings ist noch eine Publikation der Produktionen geplant und diese ist mit CHF 12’000 vermutlich viel zu tief budgetiert. Die Kommission will sich darüber beraten, ob und welche zusätzlichen Projekte in Angriff genommen werden sollen, aber grundsätzlich hat sie sich nachdrücklich dafür ausgeprochen, dass laufende Projekte sauber und umfassend zu Ende gebracht werden sollen. Ob eine Verlängerung des Engagements von Grillo/Wagner angestrebt wird, ist noch unklar, die Stimmung im Raum und Dan Schürchs klare Worte sprachen allerdings eher dagegen. Die Kuratoren werden das Budget verbessern (es war etwas umständlich zu lesen) und eine verbindliche Offerte einholen, was eine Publikation kosten würde und diese bis in einer Woche der Kommission vorlegen.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Die beiden Kuratoren Grillo/Wagner hatten am Vorabend ein respektabel langes Mail betreffend den letzten Blogeintrag verfasst und an alle Kommissionsmitglieder verschickt, leider war die Schreibende nicht auf dem Verteiler und kann daher über den Inhalt des Mails höchstens spekulieren.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

 

 

Sitzung, Teil 2:

Anwesend:

Dan Schürch, Sabine Frei, Mirjam Varadinis, Charlotte Tschumi, Philipp Meier, Patrik Riklin, die Schreibende (Andreas Hofer konnte am 2. Teil der Sitzung nicht teilnehmen, da der 1. Teil länger als geplant gedauert hatte), die Schreibende.

Nach Abschluss des ersten Teils der Sitzung mit Grillo/Wagner übergaben die beiden den Stab feierlich weiter an ihre Nachfolger für die 2. Phase, Frank und Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, welche an der heutigen Sitzung durch Patrik vertreten wurden.

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Kommissionsmitglieder hat Patrik über sich und seinen Bruder Frank und über die Entstehung des Atelier für Sonderaufgaben erzählt. Die beiden Zwillingsbrüder haben eine Lehre als Hochbauzeichner absolviert und danach den Vorkurs an der Kunstgewerbesschule in St. Gallen besucht. Bereits ein Jahr später, 1999, wurde das Atelier für Sonderaufgaben gegründet und wenn der Firmenname auch Programm ist, so sehen sich die beiden trotzdem nicht als Dienstleistungsbetrieb, der gefällige Lösungen anbietet. Zwischen 2000 und 2005 wurde der Ordnung halber noch Kunst in Zürich, bzw. in Berlin und Frankfurt studiert.

Für Frank und Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, ist nicht der Kunde König, sondern der Inhalt und dementsprechend können sie sich mit dem Begriff “Mehr als Kunst” bestens identifizieren, sind sie doch auch der Überzeugung, das Kunst alleine nicht ausreicht. Nachdem Patrik Riklin die Herangehensweise des Ateliers an Aufgaben und Prozesse mit Begriffen wie ‘Herzblut’, ‘Leidenschaft’ und ‘Lust’ umschrieben hatte, war die Kommission bereits zur Hälfte gekauft, als dann noch der Ausdruck ‘Tiger’ fiel, war es für die Schreibende höchste Zeit, die Sitzung fluchtartig zu verlassen, ist sie subtiler Verbalerotik doch so gar nicht gefeit. Daran wird sie arbeiten müssen, sieht die Planung der Riklin-Brüder doch noch einige Sitzungen voraus…

 

 

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