Der erste Streich des Kuratorenteams Grillo&Wagner: Quyhn Dong besingt das Hunziker Areal am Freitag, 5. August 2011 um 21 Uhr.


NGOC LAN FOREVER

Freitag, 5. August 2011, 21 Uhr

Hunziker-Areal (zwischen Hagenholzstrasse und Zirkusgebäude)

(Bei schlechtem Wetter findet die Performance am Samstag, 6. August, zur gleichen Zeit statt.)

Quyhn Dong (*1982 Hai Phong, Vietnam, lebt und arbeitet in Zürich) widmet einen Grossteil ihrer künstlerischen Arbeit dem Kultur-Transfer zwischen der Schweiz und Vietnam: Performances und Videos dienen ihr als Transportmittel, mit denen sie vietnamesisches Kulturgut in die Schweiz und schweizerisches nach Vietnam trägt.
In der Performance Ngoc Lan Forever vermischt Quynh Dong Identitätsfragen und persönliche Geschichten mit der Melancholie des Ortes, an dem die Aktion stattfindet. Das in der Nacht beleuchtete Hunziker-Areal als Bühne benutzend, wird sie während einer 30minütigen Performance eine Auswahl von Liedern Ngoc Lans singen. Ngoc Lan war eine der erfolgreichsten im Ausland lebenden vietnamesischen Sängerinnen der 80er Jahre. Die Identitätsfragen, die Quyhn Dong mit ihrer Performance stellt, werden metaphorisch in Form von Licht und Ton auf dem ganzen Areal verstreut. Der Umwandlungsprozess, in dem sich das Hunziker-Areal derzeit befindet, wird somit beleuchtet und seine zukünftige Gestaltung zum Thema gemacht. Dabei verbinden sich die «Ideale» der Baugenossenchaft mit bestehenden architektonischen Plänen. Ob die Hoffungen der Initiatoren des Projektes auf einen hohen sozialen Austausch unter den Bewohnern des neuen Viertels eingelöst werden können, wird die Zukunft weisen. Hier zeigt sich die Identitätssuche der Künstlerin im Lied als eine Allegorie auf das werdende Quartier, welches sein Gesicht auch erst noch finden muss.

Mit der Performance Ngoc Lan Forever von Quynh Dong startet das offene Rechercheprojekt PLAY-MOBILE, das von Irene Grillo und Stefan Wagner im Auftrag der Baugenossenschaft „mehr als wohnen“ kuratiert wird. Das Projekt macht das Prekäre und Vage zum Thema, welches der gegenwärtige Umbruch auf dem Hunziker-Areal in Zürich Oerlikon mit sich bringt. Ziel des Projektes ist es, einen Prozess in Gang zu setzen, der die Umgestaltung des Areals betont und den künstlerischen Positionen darin grösstmöglichen Handlungsspielraum lässt. Parallel zu den bereits existierenden Plänen von Architektinnen und Städteplanern, die ab Mitte 2012 realisiert werden, wird von den Kuratoren ein weiterer Entwicklungsprozess initiiert, der mögliche Bedürfnisse formuliert und eine „offene“ Planung erlaubt.

Das Projekt PLAY-MOBILE besteht aus drei Aktionsfeldern, die dazu dienen, die anstehende Transformation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Künstlerische Interventionen auf dem und über das Hunziker-Areal sollen die funktionalen, sozialen, formalen und historischen Eigenschaften des Ortes künstlerisch untersuchen und beobachten. Eine von Philip Matesic initiierte partizipative Reihe soll Bewohnerinnen und Bewohner der anliegenden Siedlungen (Andreaspark 1 und 2) auf die Veränderungen in ihrer Nachbarschaft aufmerksam machen und sie in die Metamorphose einbeziehen. In einer dritten Phase werden die Themen, welche die künstlerische Recherche zu Tage förderte, in öffentlichen Veranstaltungen aufgenommen und kritisch hinterfragt.

Sitzung vom 5. Juli 2011: “Mir müend wüsse, was mer wänd”…

 

Sitzung vom 5. Juli 2011 vom Gremium “mehr als Kunst” im Pavillion der Baugenossenschaft “MEHR ALS WOHNEN”, Hagenholzstrasse 106 in Oerlikon.

 

Anwesend waren:

Andreas Hofer

 

 

 

 

 

 

 

Monika Sprecher und Mirjam Varadinis

Irene Grillo ohne Stefan Wagner (entschuldigt abwesend)

Anne Kaestle und Charlotte Tschumi

 

Philipp Meier

 

 

 

 

Peter Schmid

Sabine Frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besprochen wurde das weitere Vorgehen zur Auftrags- und Budgetvergabe der folgenden Phasen II und III. Die Phase II umfasst die Bauzeit, während die Phase III den Zeitpunkt ab Einzug der Mieter beschreibt.

Die 1. Tranche über CHF 80’000 wurde vergeben an das Kuratorenteam Grillo&Wagner, jetzt ging es darum, wie man das restliche Budget an den Mann/die Frau bringt und was darauf entstehen soll, kann und darf.

Was ursprünglich klar definiert war, scheint sich je länger, je mehr in Unklarheit aufzulösen und so hat die Jury von “mehr als Kunst” den ersten Teil der Sitzung damit verbracht, leidenschaftlich über Sinn und Zweck der Jury sowie über weitere Massnahmen zu diskutieren. Weil sich dies in schriftlicher Form kaum wiedergeben lässt, hat die Schreibende heimlich Filmaufnahmen gemacht, welche hier erstmalig gezeigt werden.

 

DIE FILME KÖNNEN ZUR ZEIT NOCH NICHT ALLE ANGESEHEN WERDEN, ABER WIR ARBEITEN DARAN.

 

Philipp Meier :


“Gnosseschaft chrankt draa, dass sie Demokratii nid läbt”

 

Anne Kaestle, Charlotte Tschumi und Andreas Hofer:

Die Künschtler chönd dänn vor Krativität sprühe” (Bitte Anklicken)

 

Peter Schmid:

Der Dialog isch der roti Fade (Bitte Anklicken)

 

Mirjam Varadinis und Sabine Frei:

“es ist nicht nur innovativ, wenn man nichts baut (Bitte Anklicken)

 

Nach diesen Abhandlungen musste die Schreibende die Sitzung leider verlassen. Monika Sprecher hat freundlicherweise den Ausgang der Diskussion zusammengefasst:

Die Kunstkommission hat sich schliesslich für folgendes Vorgehen entschieden: Workshop mit allen Architekturteams mit der Kunstkommission, die Architekturteams präsentieren 1 – 3 Künstler/innen und skizzieren mögliche Gestaltungsideen für die 2te Phase Kunst und Bau. Nach dem Workshop (oder auch im Workshop im Dialog mit allen Beteiligten) entscheidet die Kunstkommission über die Art der Vergabe: ein Betrag für alle, je ein Betrag an jedes Team usw., je nachdem was präsentiert wird.
Mirjam Varadinis hat sich bereit erklärt, den im ursprünglichen Kunstkonzept ausformulierten Gestaltungsauftrag noch zu präzisieren. Dieser wird ca. Ende August an die Kunstkommission gesandt für ein Feedback und dann an die Architekturteams.
Ich hoffe, ich habe das alles verständlich zusammengefasst.

Die Schreibende findet; sehr verständlich und bedankt sich bei Monika Sprecher für das Resümee!

 

 

 

P.S. Der Kafi war vielleicht politisch und ökologisch korrekt, aber dabei wirklich ungeniessbar, gerne werde ich zur nächsten Sitzung eine Packung der Kaffeerösterei Henauer mitbringen, so kann es ja nicht weitergehen!

 

 

 

 

 

 

 

Irene Grillo@Stefan Wagner fragen 38’000 MieterInnen: Interessieren Sie sich für Kunst?

Irene Grillo @ Kunst Halle Sankt Gallen.

Irene Grillo kuratiert zusammen mit Maren Brauner in der Kunst Halle St. Gallen die Ausstellung «Immer noch und noch nicht». Mehr darüber auf:

www.k9000.ch sowie im Interview hier: Interview Irene Grillo

Planking auf dem 1000. Besucher von Mehr als Kunst.

Nach langen Recherchen des Webmasters Peter Göldi konnte das Architekturbüro Lando Rossmaier als 1000. Besucher dieses Blogs ausgemacht werden. Die Schreibende, die ja bekanntlich keinen Aufwand scheut, hat darum beschlossen, den Gewinner persönlich aufzusuchen und vor Ort zu planken. Leider schienen die herumstehenden Baumodelle wenig geeignet und darum hat sie kurzentschlossen auf den aufrechten Herren geplankt.

Die Schreibende bedankt sich für die gelungene Kooperation, lehnt jegliche Haftung für Schäden an der Wirbelsäule ab und freut sich bereits auf den 2000. Besucher ihres Blogs.

Das Schreiben des Kuratorenteams Grillo/Wagner an die beteiligten Baugenossenschaften.

Die Schreibende ist erleichtert, hat sie doch den ersten Teil des Konzepts von Grillo&Wagner halbwegs richtig verstanden und wiedergegeben. Ausformuliert finden Sie es hier:

Hier kann man das Schreiben als PDF herunterladen: Playmobile

Manchmal ist der Norden Zürichs allerdings auch sehr pink.

Zürich Nord ist wild und grün.

Entgegen dem Vorurteil vieler Menschen ist Leutschenbach nicht nur urban und verbaut, sondern durchaus auch blühend grün.

Da wachsen Ringelblumen und Kirschen aus SBB Palettrahmen, Schnittlauch und Blutampfern gedeihen und Himbeeren ranken beinahe zum Dach eines mondänen Schulhauses. Wilde Rosen schlängeln sich über die Hunzikerbrache und einverleiben darauf parkende Autos und eine angrenzende Garageneinfahrt wird von kämpferischem Grün okkupiert.

Die Bewohner des Quartiers passen sich dieser Situation an kämpfen sich tagtäglich beherzten Schrittes durch diesen sprichwörtlichen Grossstadtdschungel.

 

 

Kandidaten für die dritte Phase von MEHR ALS KUNST?

Kunst auf Bücherstapel?