Wohnung zu verlosen – zweiter Akt.

Gestern Abend sassen sich im Veranstaltungsraum “Rosengarten” die Vertreter der Genossenschaft “mehr als Wohnen”, Monika Sprecher und Peter Schmid dem Künstler Felix Eggmann, flankiert von einem tüchtigen Protokollschreiber und einer nicht minder tüchtigeren Juristin, Beatrice Glaser, gegenüber.

Der Anlass war von zwei Hand voll engagierter ZuschauerInnen besucht und die Atmosphäre spannend und angeregt. Es ging darum, die Rahmenbedingungen der Aktion “Wohnung zu verlosen” festzulegen, sowie vertraglich festzuhalten. Diese Kunstaktion befasst sich mit den Regeln der Wohnungsvergabe von Wohngenossenschaften und will durch das Aufbrechen dieser, zum Nachdenken anregen. Alles soll dem Zufall überlassen werden. Die Mieterschaft, aber auch die Dauer des Mietvertrags und sogar die Grösse der Wohnung sollen von einem Computersystem willkürlich verlost werden.

Festgehalten wurde aber in erster Linie an eingefleischten Genossenschafts-Werten wie “Gleichbehandlung” und “Gerechtigkeit”. Es wurde darüber diskutiert, wie man mit einem Zufallssystem die strengen Belegungspläne der Genossenschaft einhalten kann. Die Genossenschaft will keinen Single in einer Fünfzimmerwohnung, aber auch keine Fünfköpfige Familie in einer Zweizimmerwohnung haben. Darum wurden erst diverse Varianten andiskutiert, welche alle an deren Umsetzbarkeit scheiterten. Schliesslich schlug ein motivierter Peter Schmid vor, dass man im Falle einer Unterbelegung dem Mieter eine Frist von zwei Jahren einräumen würde, in welcher er die Mieterschaft “aufstocken” muss. Im Falle einer Überbelegung will man harmonische Familien allerdings nicht zur Scheidung oder zur Adoptionsfreigabe der Kinder zwingen, sondern in nützlicher Frist eine passende Wohnung in der Genossenschaft anbieten. Dieser Vorschlag wurde von beiden Parteien als gangbarer Weg bezeichnet.

Der Künstler und die Juristin hätten gerne etwas an den Genossenschafts-Statuten herum geschraubt, aber dies wurde von einer rigoros kopfschüttelnden Monika Sprecher und einem ebensolchen Peter Schmid kategorisch abgelehnt. Die Statuten einer Baugenossenschaft scheinen eine heilige Kuh zu sein, an welcher nicht gerüttelt werden darf, soviel wurde während der Veranstaltung klar. Anwesend war ebenfalls Charlotte Tschumi von der Jury “Mehr als Kunst”, welche die Perspektive der Künstler vertrat und an die Offenheit der Genossenschaft appellierte.

Ebenfalls klar wurde der Schreibenden auch, dass Felix Eggmann ein bemerkenswerter Künstler, aber leider ein schlechter Verkäufer seines eigenen Projekts ist. Auf viele Fragen der Kommission hatte er keine spontane Antwort, obwohl diese bereits im Vorfeld hätten geklärt werden können. Dafür war seine juristische Vertretung zu jedem Zeitpunkt souverän und konnte ihren Mandanten und dessen Idee elegant um Hindernisse manövrieren.

Diskutiert wurde auch die Laufzeit des Projekts, welche sich auch per Zufall generieren und zwischen 11 und 111 Jahren belaufen soll. Peter Schmid war zwar der Meinung, dass eine Vertraugsdauer von über 100 Jahren als unsittlich gilt, davon hatte die Juristin Beatrice Glaser allerdings noch nie etwas gehört. Eine vorzeitige Kündigung des Kunst-Vertrags zwischen der Genossenschaft und dem Künstler wurde ebenfalls in Betracht gezogen und es fielen Begriffe wie Konventionalstrafe und Vertragsbruch. Diese wurden gleichfalls als unsittlich bezeichnet und durch hübschere Worthülsen ersetzt.

Vier Fazite des Abends:

1. Das Projekt gefällt und hat sehr viel Potential, ist aber bis dato zu wenig durchdacht.

2. Peter Schmid hat eine unversiegbare verbale Quelle, um die er von der Schreibenden sehr bewundert wird.

3. Der Stefan Wagner hat neuerdings eine richtige Frisur.

4. Es ist immer von Vorteil, wenn man eine kompetente, charmante Juristin an seiner Seite hat.

Wohnung zu verlosen – Verhandlung 2

Mittwoch, 28. März 2012, 19 Uhr
Veranstaltungslokal Rosengarten, Kalkbreitestrasse 2, 8003 Zürich, Haltestelle Kalkbreite

Nachdem der Künstler Felix Eggmann in der ersten Verhandlung des Kunstprojekts „Wohnung zu verlosen“ am 18. Januar einen ersten Vertragsentwurf zur Auslosung einer Wohnung der Geschäftsleitung der Baugenossenschaft mehr als wohnen übergeben hat, tritt nun die „heisse“ Phase der Vertragsverhandlung ein. Wird es Felix Eggmann gelingen, die Geschäftsleitung davon zu überzeugen, dass in Zukunft eine Wohnung der dreizehn zu bauenden Mietshäuser nicht durch „Menschenhand“, sondern durch ein elektronisches System vergeben wird? Nun stehen harte Fakten zur Diskussion. Es diskutieren wiederum die Geschäftsleitung, Felix Eggmann und die Juristin Beatrice Glaser im Lokal der Baugenossenschaft Kalkbreite. Kommen Sie und diskutieren Sie mit.

V.l.n.r.: Kuratorenduo Wagner/Grillo, Felix Eggmann, Geschäftsleitung “mehr als wohnen” Monika Sprecher und Peter Schmid (Foto Jon Etter)

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.mehralskunst.ch/2011/12/01/wohnung-zu-verlosen
http://www.mehralskunst.ch/2012/01/20/wohnung-zu-verlosen-2

Philips Matesics Beitrag: ein Rückblick

Nachdem Philip Matesic in August 2011 mit der Bewohnerschaft der neben dem Hunziker-Areal liegenden  Siedlung Andreaspark 1 mit seinem Projekt „Vergiss deinen Schirm nicht“ in Kontakt trat (http://www.mehralskunst.ch/2011/12/01/vergiss-deinen-schirm-nicht/), hat er sich mehr und mehr in das Wohn-Netzwerk ums und im Hunziker-Areal eingelebt. Zusammen mit dem Künstler Sivan Kälin, gelang es Philip, die Bewohner des Andreasparks mit derjenigen der Wagenburg, die sich auf dem Zirkusgelände des Hunziker-Areals befindet, zusammen zu bringen. Nach einem gemeinsamen Pizzaessen im benachbarten Restaurant „Bonjour Pizza“ kam es zu einem gemeinsamen Besuch des Stücks Marasa – musirque théâtre im Dezember im Theater Neumarkt. Weil die „Resultate“ dieser Gemeinschaftsbildung privat bleiben, trotzdem aber eine künstlerische Form übernehmen sollten, entschlossen sich Philip und Silvan, zwei Fotos zu schiessen, welche die zwei unterschiedlichen Perspektiven sowie Wohnensformen deutlich machen. Einmal aus dem Fenster des Andreasparks auf die Wagenburg und umgekehrt. Dazu fertigte Philip ein Gedicht an, in dem er sein Vorgehen und Eindrücke zusammenfasste. (http://www.mehralskunst.ch/2012/02/05/zweiter-beitrag-philip-matesic-und-silvan-kalin/)

Über die strengen Wintertage ruhte Philips Arbeit. Philip entschloss sich im Februar, die Arbeit ohne Silvan fortzusetzen. Er schlug seinen neu gewonnenen Bekannten nun vor, die gemachten Erinnerungen an das Areal sowie die neu entstandenen Freundschaften in einer Time-Capsule zu konservieren. Philip wird von April bis Mai Erinnerungsstücke einsammeln und diese in eine in England bestellte Time-Capsule einfügen und mit einer Schweissnaht verschliessen. In Absprache mit Monika Sprecher wird er im Juni die Time-Capsule auf einem von der Bautätigkeit nicht betroffenen Geländeteil vergraben. Dies wird er ohne das Beisein von Öffentlichkeit unternehmen, aber fotografisch festhalten. Was in die Kapsel hineinkommt, wird nicht dokumentiert. Schliesslich wird Philip einen Lageplan anfertigen und mehr als wohnen übergeben, sodass man die Time-Capsule in einigen Jahrzehnten wieder ausgraben kann.

Wir freuen uns sehr, dass Philip Matesic es gelungen ist, einerseits neue Gemeinschaften ums Hunzikerareal zu bilden und diese zu konservieren. Er etabliert damit über diese Konservierung hinaus auf dem Hunziker-Areal eine Gedächtniskultur, die dem Ort über dessen räumliche Struktur eine Bedeutung verleiht. Erzählungen über die Vergangenheit bilden die Grundlage vieler Gemeinschaften. Umso mehr erscheint eine solches Vorgehen in einer Zeit, die durch flüchtige digitale Medien bestimmt ist, geradezu anachronistisch und reizvoll.

Entwurf eines möglichen Kastens für die Time-Capsule

Fondue gut, alles gut.

Die Schreibende hatte alle Kunstkommissionsmitglieder zu sich nach Hause zu einem Fondue eingeladen und alle waren der Einladung gefolgt.

Anwesend waren: Anne Kaestle AK, Charlotte Tschumi CT, Mirjam Varadinis MV, Monika Sprecher MS, Sabine Frei SF, Andreas Hofer AH, Dan Schürch DS, Peter Schmid PS, Philipp Meier PM und die schreibende und rührende KF.

Der Abend ist sehr harmonisch verlaufen und es konnten alle noch offenen Themen abschliessend geklärt werden:

 

 

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

PM: Ich muss gleich mal auf Facebook ein Bild von Kafi (Anm. der Schreibenden: Kafi ist die Schreibende) posten, das glaubt mir ja sonst keiner.

KF: Peter, schneid doch bitte mal das Brot wenn Du mit Deiner Ansprache fertig bist, danke. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

PM: Mir ist heut gar nicht gut, gar nicht gut. Vielleicht sollte ich besser nach Hause gehen.

AH: Sind aber viele Fenster in diesem Haus, kommt teuer zu stehen.

DS: Fenster??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

MS: Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe!

PS: Philipp sag mal, ist Dada eigentlich für oder gegen Kunst?

PM: Muss gleich mal bei Facebook nachschauen.

SF: Hoffentlich nicht heute! Soll warten! Nicht heute! Bitte!

AK: Wo sind eigentlich die Kuratoren?

Alle: WELCHE KURATOREN?

Alle: Ach so… Ja dann… Mhmm… Nicht so schlimm…

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

PS: Also Prosecco zum Fondue geht gar nicht für mich. Ich bin ja eher ein Bünzlischwiizer.

KF: Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, mal der Monika unseren Dank auszusprechen, was meint Ihr? Wäre das vielleicht etwas für Dich, lieber Peter? Du machst doch sowas noch ganz gern, wie man hört. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

DS: Es ist zu dunkel, ich kann nicht filmen!

Alle: Das postest Du aber morgen nicht im Blog, gell!

KF: Jetzt zeig ich Euch allen mal das bescheuerte Märkli-Licht! Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

ALLE: NEIN! HORROR! SOFORT AUSMACHEN!

MV: Ich hole Kerzen! Warte noch Peter!

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

MS: Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe!

DS: Paris??? Schuhe??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PS: Also Prosecco zum Fondue geht gar nicht für mich. Ich bin ja eher ein Bünzlischwiizer.

CT: Ich muss bald gehn, die Babyssitterin muss heim!

PS: Die soll noch etwas bleiben damit Charlotte bleiben kann. Ich übernehme das, Geld spielt keine Rolle!

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

DS: Babysitterin? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PM: Mir ist heut gar nicht gut, gar nicht gut. Vielleicht sollte ich besser nach Hause gehen.

AK: Ist euch eigentlich schon mein Haarvolumen aufgefallen? Seit ich das Volumenhaarpuder von der Heidi (Klum, Anm. der Schreibenden) benutze, habe ich ja vielleicht ein Volumen, Wahnsinn!

DS: Volumen??? Heidi??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

PM: Mir ist heut gar nicht gut, gar nicht gut. Vielleicht sollte ich besser nach Hause gehen.

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

MV: Rom, die Sonne brennt. Perfekter Halt – Drei Wetter Taft.

DS: Rom??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PS: Also Prosecco zum Fondue geht gar nicht für mich. Ich bin ja eher ein Bünzlischwiizer.

SF: Hoffentlich nicht heute! Soll warten! Nicht heute! Bitte!

AH: Nein, bitte nicht heute! Soll warten! Nicht heute! Bitte!

CT: Ist schon 11? Ach nein, erst halb 10. Ich muss wirklich gleich gehn!

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

PM: Mir ist heut gar nicht gut, gar nicht gut. Vielleicht sollte ich besser nach Hause gehen.

AK: Also ich kann Euch sagen, dieses Volumenhaarpuder ist echt klasse. Seht ihr mein Volumen?

PS: Also Prosecco zum Fondue geht gar nicht für mich. Ich bin ja eher ein Bünzlischwiizer.

MS: Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe! Paris! Schuhe!

KF: Kennt Ihr eigentlich schon Beluga, meinen neuen Freund? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

ALLE: BELUGA!!!

MV: Beluga!

KF: Andreas, Du gehst doch dieses Jahr nach Argentinien, gell? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

AH: Nein. Nach Griechenland.

DS: Griechenland??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

Alle: Welches Griechenland?

MV: Beluga! Littauen! Das waren noch Zeiten! Und trinken konnten die!

AK: Also mein Haar ist sowas von voll, echt klasse! Die Heidi hat schon was auf dem Kasten, also dieses Volumenhaarpuder!

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

SF: Wo ist eigentlich der Philipp, ist der schon heim? Dem war ja heut gar nicht gut, gar nicht gut. Vielleicht ist er schon nach Hause gegangen?

PM: Ich bin hier! Muss nur kurz Facebook checken.

MV: Hats noch Beluga?

DS: Beluga??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PS: Kafi, willst Du eine Lohnerhöhung?

DS: Lohnerhöhung??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

KF: Ja gern. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

PS: Sagst einfach wieviel, ich übernehme das. Geld spielt keine Rolle.

KF: Ja, ist ok. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

AH: Ich halte das keine Sekunde länger aus! Ich muss jetzt gehen!

CT: Es ist 11, es ist 11!!! Ich muss gehen! Die Babysitetrin!!!

SF: Nehmen wir zusammen ein Taxi?

DS: Taxi??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

MS: Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga! Paris! Schuhe! Beluga!

PS: Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla bla bla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla blabla bla bla bla

MV: Beluga!

KF: Der Beluga ist leer! Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

MV: Nein!

KF: Doch! Darf ich den auch auf die Rechnung setzen, Peter? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

PS: Aber sicher doch, Kleines! Geld spielt keine Rolle, das weisst Du doch! Und willst Du eine Wohnung in unserer Genossenschaft? Das hat ja keine Zukunft mit diesem Märkli-Licht hier! Du darfst auch einen Parkplatz direkt vor dem Hauseingang haben!

MS: Aber wir sind doch ein 2000-Watt-Projekt!

PS: Wir müssen auch mal querdenken, Monika! Die Kafi braucht ein Auto, das ist doch jedem klar!

DS: Auto??? Haben wir noch Budget? Ich verstehe überhaupt nichts.

PS: Und sollen wir die Strasse nach Dir benennen, Kleines?

KF: Wäre natürlich schon schön .Geht das denn? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

AK: Dafür musst Du aber tot sein. Ist Bedingung. Würde Dir aber post mortem das Haar pudern, ist einfach supertoll mit soviel Volumen!

PS: Ich regle das. Ich bin hier der Chef! Liebe Genossenschafter und Genossenschafterinnen, liebe Kunstverständige und Kunstunverständige, wir haben uns heute hier versammelt um bla bla bla

Alle: Das schreibst Du aber morgen nicht im Blog, gell!

KF: Aber nein. Macht euch keine Sorgen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die neuen Künstler ziemlich süss sind?

Sitzung vom 8. Februar 2012

Sitzung, Teil I:

Anwesend:

Andreas Hofer, Dan Schürch, Sabine Frei, Mirjam Varadinis, Charlotte Tschumi, Philipp Meier, Irene Grillo, Stefan Wagner, die Schreibende.

Das Jahr der beiden Kuratoren Irene Grillo und Stefan Wagner neigt sich bald dem Ende zu und darum haben sie eine Dokumentation über bereits realisierte, sowie noch geplante Projekte und das dazugehörende Budget erstellt und diese präsentiert. Die Kunstkommission wollte genau wissen, welche Projekte weiter verfolgt werden und war überrascht, dass einige Projekte (zB. das mit Philip Matesic, sowie die Zusammenarbeit mit der Kunstschule F+F) zwar weiterhin aktiv sind, niemand aus der Kunstkommission aber davon wusste.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Die realisierten Interventionen wurden von der Kunstkommission sehr gut aufgenommen und speziell das Projekt von Felix Eggmann, welches tief in die Statuten der Baugenossenschaft eingreift, wird sehr gelobt. Der Kunstkommission war nicht ganz klar, warum ein Podiumsgespräch stattfand, wenn ein allfälliges Feedback keinen Eingang in den Prozess finden soll, aber dies konnten die beiden Kuratoren aufklären. Die Umfrage-Aktion “Interessieren sie sich für Kunst?” mit den Postkarten, welche an die beteiligten Baugenossenschaften versandt wurden, sollen von einem Mathematiker ausgewertet und das Resultat anschliessend vom deutschen Künstler Frank Hesse interpretiert werden. Die Umsetzung der Umfrage provozierte bei Andreas Hofer Kopfschütteln, hatte er und der Rest der Kommission doch einen höheren Rücklauf als die erzielten knapp 1,2% erwartet und Philipp Meier nannte eine mathematische Auswertung darum einen Habakuck, welcher aber durchaus auch seine Berechtigung habe.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Danach wurde das Budget besprochen, welches mit CHF 80’000 veranschlagt war. Dieses ist bis dato noch nicht ausgeschöpft weil einige Projekt wegen kurzfristiger Absage der Künstler nicht zustande kommen konnten. Allerdings ist noch eine Publikation der Produktionen geplant und diese ist mit CHF 12’000 vermutlich viel zu tief budgetiert. Die Kommission will sich darüber beraten, ob und welche zusätzlichen Projekte in Angriff genommen werden sollen, aber grundsätzlich hat sie sich nachdrücklich dafür ausgeprochen, dass laufende Projekte sauber und umfassend zu Ende gebracht werden sollen. Ob eine Verlängerung des Engagements von Grillo/Wagner angestrebt wird, ist noch unklar, die Stimmung im Raum und Dan Schürchs klare Worte sprachen allerdings eher dagegen. Die Kuratoren werden das Budget verbessern (es war etwas umständlich zu lesen) und eine verbindliche Offerte einholen, was eine Publikation kosten würde und diese bis in einer Woche der Kommission vorlegen.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

Die beiden Kuratoren Grillo/Wagner hatten am Vorabend ein respektabel langes Mail betreffend den letzten Blogeintrag verfasst und an alle Kommissionsmitglieder verschickt, leider war die Schreibende nicht auf dem Verteiler und kann daher über den Inhalt des Mails höchstens spekulieren.

Aber ja, es hätte etwas mehr Kommunikation sein können.

 

 

Sitzung, Teil 2:

Anwesend:

Dan Schürch, Sabine Frei, Mirjam Varadinis, Charlotte Tschumi, Philipp Meier, Patrik Riklin, die Schreibende (Andreas Hofer konnte am 2. Teil der Sitzung nicht teilnehmen, da der 1. Teil länger als geplant gedauert hatte), die Schreibende.

Nach Abschluss des ersten Teils der Sitzung mit Grillo/Wagner übergaben die beiden den Stab feierlich weiter an ihre Nachfolger für die 2. Phase, Frank und Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, welche an der heutigen Sitzung durch Patrik vertreten wurden.

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Kommissionsmitglieder hat Patrik über sich und seinen Bruder Frank und über die Entstehung des Atelier für Sonderaufgaben erzählt. Die beiden Zwillingsbrüder haben eine Lehre als Hochbauzeichner absolviert und danach den Vorkurs an der Kunstgewerbesschule in St. Gallen besucht. Bereits ein Jahr später, 1999, wurde das Atelier für Sonderaufgaben gegründet und wenn der Firmenname auch Programm ist, so sehen sich die beiden trotzdem nicht als Dienstleistungsbetrieb, der gefällige Lösungen anbietet. Zwischen 2000 und 2005 wurde der Ordnung halber noch Kunst in Zürich, bzw. in Berlin und Frankfurt studiert.

Für Frank und Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, ist nicht der Kunde König, sondern der Inhalt und dementsprechend können sie sich mit dem Begriff “Mehr als Kunst” bestens identifizieren, sind sie doch auch der Überzeugung, das Kunst alleine nicht ausreicht. Nachdem Patrik Riklin die Herangehensweise des Ateliers an Aufgaben und Prozesse mit Begriffen wie ‘Herzblut’, ‘Leidenschaft’ und ‘Lust’ umschrieben hatte, war die Kommission bereits zur Hälfte gekauft, als dann noch der Ausdruck ‘Tiger’ fiel, war es für die Schreibende höchste Zeit, die Sitzung fluchtartig zu verlassen, ist sie subtiler Verbalerotik doch so gar nicht gefeit. Daran wird sie arbeiten müssen, sieht die Planung der Riklin-Brüder doch noch einige Sitzungen voraus…

 

 

Zweiter Beitrag Philip Matesic und Silvan Kälin

I.
Entering as outsiders simultaneously
enthralled and reserved
not expecting us
but we suspected they
had heard something
missing on a gallery wall
was what we both wanted
a seeing and getting to know
our feelers out mixed with
white smiles!
letting us in bringing
us closer
to what we didn’t know
our intention was were
still, is as we met

II.
Entering again
as outsiders with more of an in
sharing coffee
in frozen-fingered mugs
steam
led from one idea
to another
to a curiosity
to meet with the gazer
gazing over and up
I couldn’t feel my toes
wool hats
pulled over eyebrows
then splitting dark chocolate
waiting anxiously
yet listen
yes meeting those with a view
looking into our living
room, coffee cups empty

III.
Systematically ringing, artists
Perceived more as salesmen
from an invisible behind
sealed doors numbing
in gray stairs and doorbells
chime us out
and for you a pizza party!
but with those unknown
those in your daily look-over
rushing out from behind comes N.
a scented cloud going out
he was all for it and in

IV.
directly to the leather
couch
cold beer clinking
the outside inside-out
empty bottles overflowing
questions
to more questions left unanswered
hopefully to be met
answered in the round

V.
Flaming barrel
before and after
in between courses
questions asked
organically matched
outside a man runs by
in a red shirt
daily occurrences
cracked, taped glass table
corners a clear divide
in age gender
in roofs, a table of seven smiles
gently roaring swallowing
opening and filling
then walk the stairs
up to look out
down to look up

VI.
Mini built-in chimneys
begging for a burn
drink smoking sky
end
a beginning slowly turning,
inside-out outside
we left
knowing the others’ view

-Philip Matesic / 21.12.2011

 

Gute Kunst erkennt man in genau 32 Minuten.

Während bei der Phase 1 eine stundenlange und hitzige Diskussion dazu führte, dass man dem Kuratoren-Team Grillo/Wagner den Zuspruch gab (eigentlich dem weiblichen Teil des Teams, Irene Grillo, während man Stefan Wagner wohl oder Übel in Kauf nahm), war die Diskussion am letzten Dienstag eine erstaunlich kurze.

 

 

Zu Beginn der Sitzung, an welcher Dan Schürch seine Geschäftspartnerin Anne Kaestle, Duplex Architekten vertrat, übten sich die Mitglieder der Kunstkommission in Selbstkritik. Man war sich bewusst, dass die Archtekten zu wenig umfangreich informiert wurden und dass man sie damit ins offene Messer hat laufen lassen. Den Wunsch nach Kunst, welcher dem Bau einen Mehrwert verleihen würde, will man allerdings ernst nehmen, nicht zuletzt wegen der langen Tradition von verschönernden Kunst an Genossenschaftsbauten und Arbeitersiedlungen. Diese Thematik möchte man den Künstlern der Phase II als Aufgabenstellung mitgeben um den geschichtlichen Kontext des Quartiers miteinzubeziehen.

 

 

Das Architekturbüro ‘Futurafrosch‘ hatte aus Anlass der Präsentation ein paar Tage zuvor die Brüder Patrick und Frank Riklin und ihr ‘Atelier für Sonderaufgaben‘ ins Spiel gebracht und bei der Abstimmung war man sich sofort einig, dass man das Budget von CHF 400’000.– diesen beiden anvertrauen wollte. Sabine Frei musste während der Abstimmung übrigens den Raum verlassen, weil sie als Mitbesitzerin von ‘Futurafrosch’ nicht unparteiisch ist. Dies auf ausdrücklichen Wunsch des seriös marin gewandeten und von einer beeindruckenden, sowie verblüffenden Ernsthaftigkeit umwehten Philipp Meier.

 

 

Mirjam Varadinis sowie Charlotte Tschumi, denen die Arbeiten der Brüder Riklin bekannt sind, haben sich beide sehr positiv über die Professionalität, Kooperationsbereitschaft und die fachmännische Herangehensweise der beiden an deren Sonderaufgaben geäussert. Ausserdem traut man diesem Duo mehr mediale Anziehungskraft zu, als den beiden Vorgängern, welche sich bewusst kommerziellen Kanälen wie Facebook oder Youtube verweigert hatten.

Die Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam Grillo/Wagner war Inhalt der restlichen Sitzungszeit. Die Vertreter der Baugenossenschaft beklagen fehlende Kommunikationsbereitschaft, zum Beispiel bezüglich der Pressearbeit für die Podiumsdiskussion über die Wohnungsverlosung, welche als tatsächliche Verlosung und nicht als Diskussion darüber angekündigt worden war. Einige Teilnehmer waren enttäuscht darob und hatten den Anlass darum vorzeitig verlassen.

Auch der Blog wurde einmal mehr diskutiert und die Kunstkommission hat sich negativ über die Neuerung darauf geäussert. Den Jurymitgliedern gefällt die Aufteilung zwischen dem Teil der Schreibenden und dem der Kuratoren nicht. Sie können nicht nachvollziehen, warum es Grillo/Wagner so wichtig ist, einen eigenen Informationsstrang zu unterhalten, hätte es eine informative Agenda doch auch getan.Wie der Blog nach Ablauf der Zusammenarbeit mit den Kuratoren der Phase I aussehen wird, ist noch offen. Die Schreibende freut sich jedenfalls auf die weitere Zusammenarbeit mit der Kunstkommission und den Künstlern der zweiten Phase, sie kann ahnen, dass sich die beiden Jungs verdammt gut machen werden, in ihrem Blog…

 

Workshop vom 20. Januar 2012 oder Genossenschaftskunst vs. Kunstkommissionskunst

Anlässlich der Sitzung vom 30. November 2011 wurde von Mirjam Varadinis ein Auftragsschreiben verfasst, welches an die involvierten Architekturteams abgegeben wurden. Darin werden Sie gebeten, eine Präsentation vorzubereiten, in welcher sie ihre Ideen und bevorzugten Künstler vorstellen.

 

 

Einladung zum Workshop vom 20. Januar 2012

 

Nach den Präsentationen der Vertreter der Architektur-Büros fand eine Diskussion statt über die Ideen und Ansätze, welche präsentiert wurden.

Danach durften die Architekten wieder ihres Weges gehen und zurück blieb die Kunst-Jury, sowie die Schreibende. Einige Mitglieder der Kunst-Jury waren desillusioniert darob, dass drei der fünf Architekturbüros überwiegend Kunst vorschlugen, welche hauptsächlich verschönernd wirken soll. Es wurden Farben und Wand-Malereien gezeigt. Putzstrukturen und Tapeten sowie Keramik, in Form von Mosaiken und Platten aber auch Schlosserarbeiten und Interventionen, welche den Lichteinfall miteinbeziehen. Die Jury rollte die kunstverständigen Augen, während der Chef der Baugenossenschaft sich die Hände rieb. Doch da hatte er die Rechnung ohne das Gremium gemacht, welches nicht möchte, dass das zusammengestrichene Architektur-Budget mit Hilfe des Kunst-Budgets aufgepeppt wird. Es soll zwar durchaus ein Manifest und keine Performance-Kunst entstehen, aber bitte nicht zu angewandt und schon gar nicht dekorativ, so die Jury.

Man hatte sich radikalere, bauliche Eingriffe gewünscht, für diese bräuchte es allerdings eine nachträgliche Baubewilligung weil die Baueingabe bereits erfolgt war. Man hatte sich eine Thematisierung der wunden Punkte der Architektur gewünscht, aber würden die betreffenden Architekten solche preisgeben um diese künstlerisch auszumerzen? Und so fragte man sich einmal mehr, ob der Zeitpunkt für die Intervention richtig gewählt und der Auftrag klar genug formuliert worden war.

Ein Architekturteam präsentierte die Gebrüder Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin und ihr ‘Atelier für Sonderaufgaben’ und der Landschaftsarchitekt begeisterte mit Bildern üppig bewachsener Urban Farming Projekte, welche das urbane Quartier bereichern würden. Aber die Baugenossenschaft hat Projekte dieser Art bereits geplant und budgetiert und will diese darum nicht im Rahmen von “mehr als Kunst” umsetzen.

Die Jury war davon ausgegangen, dass die Architekten selbständig wissen würden, welche Art von Kunst sie sich vorgestellt hatten, und der Kurator der Phase I, Stefan Wagner belächelte das Präsentierte als oberflächliche Deko. Die Schreibende distanziert sich von jeglicher Definition von Kunst und gibt zu bedenken, dass es einem Architekten, dem in dieser Phase des Baus an allen Ecken und Enden das Budget gekürzt wird, wohl zynisch anmuten muss, über ein Kunstbudget von CHF 400’000 zu verhandeln, welches seinem Bau nicht in erster Linie einen optischen Mehrwert erbringen darf.

Die Schreibende wird hier für alle mitlesenden Architekten, die den Unterschied zwischen Deko und Kunstkommissionskunst noch nicht kennen, kurz zusammenfassen:

Deko = keine/schlechte Kunst:

 

Über Kunstkommissionskunst = gute Kunst wird die Kunstjury von ‘mehr als Kunst’ morgen Dienstag tagen. Die Schreibende wird anschliessend darüber berichten und Beispiele guter Kunstkommissionskunst aufzeigen, sofern man sie nach dem heutigen Blogeintrag nicht lyncht.

Wohnung zu verlosen?

Wenn Kunst auf Kommerz trifft, dann wird das Resultat in der Regel eher unbedenklich weil man den potenten Kunden ja nicht allzusehr überfordern möchte. Wenn eine Baugenossenschaft eine knappe Million in Kunst investieren muss, weil die Statuten eine Investition von 1% der Bausumme in Kunst vorschreibt, dann kann man einem Experten die Kohle in die Hand drücken und ihn beauftragen, auf dem internationalen Markt etwas risikofreie Kunst zusammenzukaufen. Oder man stellt ein Gremium zusammen, welches nach Kuratoren sucht und lässt diese dann walten. So geschehen in März letzten Jahres. Seit anhin ist einiges auf der Brache zwischen Leutschenbach und Schwammendingen passiert. Performances, welche den Platz in ein anderes Licht gerückt haben. Die aktuelle Intervention wird nachhaltigere Folgen haben, wenn auch diesmal nicht sichtbare.

Felix Eggmann will die Richtlinien der Genossenschaften zur Vergabe von Wohnraum sowie das Auswahlverfahren zum Thema machen und hat deswegen eine Verlosung entwickelt, welche alle Bedingungen aushebelt, und den Zufall entscheiden lässt.

Dieses Prozedere wurde gestern abend anlässlich einer öffentlichen Podiumsdiskussion vorgestellt und die Vertreter der Baugenossenschaft ‘mehr als Wohnen’, Monika Sprecher und Peter Schmid, sowie die anwesenden Zuschauer waren aufgefordert, an der Diskussion teilzunehmen.

 

 

 

 

 

Die Idee wäre also, dass eine Mieterschaft per Computer ausgelost würde und die Laufzeit des Mietvertrags sowie die Kündigungsfrist wären ebenfalls dem Zufall überlassen. Ein Mietvertrag würde wie folgt lauten:

 

 

Was die beiden Vertreter der Genossenschaft ‘mehr als Wohnen’ zu dieser Idee meinen, sehen Sie in diesem Video mit dem Titel “Wenn das schon Kunst ist”:

Hier geben sich die beiden kämpferisch und mutig. Die Übergabe der leuchtenden Dokumente wurde von strahlenden Gesichtern untermalt. Die Schreibende ist gespannt darauf, zu sehen, was davon umgesetzt werden kann.

Herr Philipp Meier war so freundlich, den Anlass zu protokollieren. Die Schreibende dankt ihm an dieser Stelle ganz herzlich.

 

Wohnung zu verlosen – Verhandlung 1

Mittwoch, 18. Januar 2012, 19 Uhr
im «Gemeinschaftsraum Kanzleistrasse»
Seebahnstrasse 201, 8004 Zürich

Mit „Verhandlung 1“ beginnt das von Felix Eggmann für Play-Mobile konzipierte Projekt „Wohnung zu verlosen“. Mit dieser Arbeit wird der Künstler ein Vergabesystem für eine Wohnung der Baugenossenschaft mehr als wohnen einrichten, welches, ganz unabhängig von den üblichen Wohnungsvergabekriterien der Genossenschaften, dem Zufälligkeitsprinzip folgt. Damit thematisiert Eggmann spielerisch die Vergabepolitik von begehrtem genossenschaftlichem Wohnraum in der Stadt Zürich.

In einem ersten öffentlichen Treffen wird Eggmann die von ihm konzipierten Spielregeln für die Vergabe einer Wohnung der Geschäftsleitung von mehr als wohnen (Peter Schmid und Monika Sprecher) vorstellen, um über die Realisierbarkeit des Projektes sowie dessen Bedingungen zu diskutieren.

Das Kuratorenduo Grillo/Wagner wird die erste Sitzung moderieren und mit weiterem Recherchematerial zu Wohnungsvergabepolitik von Genossenschaften unterfüttern. Das Publikum ist herzlich eingeladen an der Verhandlung teilzunehmen und sich an der Diskussion rege zu beteiligen.